03.01.2014 Pensées et douleurs

Das gestrige Yoga auf der Dachterrasse tat gut. Auch die währenddessen einsetzende Transpiration, der kühlende Wind. Heute bezahle ich den Preis. Zum Muskelkater gesellen sich, ich kann es nur nach und nach einordnen, Gliederschmerzen, rheumaähnliches Ziehen, jeder einzelne Knochen scheint in seinem Innersten verdreht. Fest sitzender Husten, Ohren taub, Hals rauh, Kopfschmerz, Lunge wund. Die kleinste Anstrengung, Treppe steigen beispielsweise, kostet unsagbare Kraft. Liegen schmerzt, sitzen auch. Der Schmerz strahlt. Stehen geht. Sprechen nicht. Was ist das? Ich kann doch nicht den gesamten Tag schweigend herumstehen.

Später am Tag. Ausflug in den Souk. Lange Betrachtung der Damengarderoben. Hausmäntel, Straßenkleider, Schleier, Unterkleider, Überkleider, Dschallabas. Außerdem Schleier. Es gibt einen, der kann über der Nase getragen werden oder das Gesicht bis zum Kinn frei lassen. Komplett schwarz. Wir wüssten gern, wie es sich anfühlt, darin durch die Stadt zu gehen. Uns zu verbergen. Blicke fernzuhalten. Nicht in unseren Gesichtern lesen zu lassen. Immer wieder unterhalten wir uns darüber. Wohltat beschließen wir. Provokation? Wir sind unsicher, wie es hier aufgenommen würde. Letztendlich fehlt uns der Mut.

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